Das ZLV Verpackungssymposium 2025 in Kempten war mit rund 160 Besucherinnen und Besuchern sowie knapp 40 Sponsoren und Ausstellern ein voller Erfolg und unterstrich erneut die Relevanz dieser Branchenplattform für aktuelle Herausforderungen und innovative Ansätze in der Verpackungswelt.
Fachliche Impulse im Fokus
Besonders Echo unter den Teilnehmern fand der Beitrag von Michael Martin (Wipak), der in seinem Vortrag aufzeigte, wo die Branche aktuell steht, welche Aufgaben sich daraus ergeben und welche Entwicklungen notwendig sind, um den globalen Veränderungen nachhaltig begegnen zu können. Herr Waldau (Berndt+Partner Creality) appellierte zudem eindringlich an die Verpackungsverantwortlichen, angesichts der Regulationen durch die PPWR nicht in Untätigkeit zu verfallen, sondern einen klaren Plan zu entwickeln, kleine Schritte zu gehen und alle Unternehmensbereiche einzubinden. Frau Lembach aus der Unternehmensgruppe Theo Müller demonstrierte im Zusammenhang mit Rezyklat im Joghurtbecher, wie Kreislaufwirtschaft technisch bereits heute umsetzbar ist.
Atmosphäre und Branchennachwuchs
Das Verpackungssymposium zeichnete sich auch 2025 durch die entspannte Atmosphäre und den starken Willen der Branche aus, die Herausforderungen der Zeit aktiv anzupacken: Nachhaltigkeit, Einsatz von Rezyklaten und Verpackungsreduzierung gemäß der PPWR wurden sowohl in insgesamt zwanzig Fachvorträgen als auch in den Gesprächen der Teilnehmenden engagiert diskutiert. Besonders erfreulich war der wachsende Anteil des Branchennachwuchses – Studierende und junge Professionals nutzten die Gelegenheit für Dialog und Vernetzung. Insbesondere die hervorragend besuchte Abendveranstaltung in der Fasshalle Kempten gab den Teilnehmern Raum und Zeit zum weiteren Netzwerken. Der diesjährige Förderpreis des ZLV für die beste Bachelor-Arbeit im Studiengang Lebensmittel- und Verpackungstechnologie der Hochschule Kempten ging an Lena Sauter für ihre Untersuchungen zur Bestimmung der Sorptionsisotherme von Dattelsüße. Peter Stober (Vorstandsvorsitzender des ZLV) hob in seiner Laudatio den hohen Innovationsgehalt sowie die praktische Umsetzbarkeit der Untersuchung hervor.
Hochschule Kempten als Partner
Die Hochschule Kempten war erneut offizieller Partner und Veranstaltungsort des Symposiums. Ihre Studiengänge sowie das KLEVERTEC-Kompetenzzentrum für Lebensmittel- und Verpackungstechnologie wurden prominent vorgestellt und unterstreichen die Bedeutung wissenschaftlicher Grundlagen und Kooperationen für die Weiterentwicklung der Branche. Die weiteren offiziellen Partner der Veranstaltung waren: BASF, Herrmann Ultraschall und Wipak. Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Industrie unterstreicht die Bedeutung strategischer Kooperationen für den Fortschritt der Branche. Ohne die Unterstützung aller offiziellen Partner wäre diese zentrale Branchenaustauschplattform nicht durchführbar.
Das Verpackungssymposium hat die wichtigsten Fragestellungen der Zukunft adressiert und verdeutlicht: Der Wille zur Veränderung und die Expertise sind vorhanden, um die Verpackungswelt aktiv nachhaltiger zu gestalten – nicht zuletzt durch den starken Zusammenhalt von Industrie, Wissenschaft und Nachwuchs. Wie Tagungsleiter Thomas Lux (Geschäftsführer ZLV) betonte: „Gemeinsam gelingt der Wandel!“ – ein Motto, das sich während des gesamten Symposiums immer wieder bestätigte.
Das nächste Verpackungssymposium findet am 17. und 18. September 2026 in Kempten statt.